Rosi und Sir Henry

Rosi und Sir Henry

Der arg strapazierte Begriff „Scheunenfund“ trifft auf dieses Auto nicht zu: Es ist nämlich ein Ebay-Fund.

Die Geschichte ist fast nicht zu glauben. Während eines banalen Besuchs auf der Internetseite taucht plötzlich ein Ford A auf dem Monitor auf. Rosi Finauer – bis dahin völlig unbeleckt was alte Autos angeht – ist dermaßen fasziniert von dem Gefährt, daß sie mitbietet. Nachdem sie den Zuschlag nicht erhält, nimmt sie Kontakt mit dem Anbieter auf. Das Schmuckstück steht in Berlin und soll dem aus Neuseeland eingewanderten Eigentümer als Kurzstreckenfahrzeug dienen. Da diese Art der Fortbewegung heutzutage in einer Großstadt doch eher mühsam ist, muß der Ford fort. Nach einer Probefahrt im Berliner Straßenverkehr und reiflicher Überlegung kauft Rosi das gute Stück aus dem Jahr 1931.
Nun ist sie seit 2008 im Besitz eines sehr originalen Fahrzeugs mit Erstlack und gut erhaltener Innenausstattung.

Der Ford A Baujahr 1931 von Rosi Finauer

Der Ford A Baujahr 1931 von Rosi Finauer

Bevor die Reise zu den Aufnahmen ins Münchner Umland beginnt, wird per „Meßholz“ die Tankfüllung kontrolliert. Die Fahrt in das herbstliche Voralpenland kann beginnen. Des Fotografen Herz freut sich über perfekte Lichtverhältnisse und es ist ein Vergnügen, mit der lebenslustigen Autobesitzerin durchs Land zu fahren. Sie erzählt von Ausfahrten ins Salzkammergut und bis an den Bodensee. Allerdings bestätigt sie dabei auch, daß es schon einer gehörigen Kondition bedarf, das Vehikel über Stunden und Tage zu bewegen. Ihrem Engagement für die Oldtimerei tut das aber keinen Abbruch:

Es ist ein Vergnügen, mit der lebenslustigen Autobesitzerin durchs Land zu fahren.

Es ist ein Vergnügen, mit der lebenslustigen Autobesitzerin durchs Land zu fahren.

Jeden Sommer ist sie auf verschiedenen Oldtimertreffen anzutreffen. Besondere Freude aber hat sie mit den Oldtimerfreunden der IG Kirchheim loszufahren.

Auf dem Rückweg vom Fotoshooting verabschiedet sich der Hauptdarsteller dann mit einer dumpfen Detonation aus dem Motorraum. Die Zündspule und der Verteiler haben sich verabschiedet. Für solche Fälle steht dann Sohn Michael parat, glücklicherweise kann er sofort kommen und den greisen Ford nachhause schleppen.

Sohn Michael muss den greisen Ford nach Hause schleppen

Sohn Michael muss den greisen Ford nach Hause schleppen

Genauso wie das Familienoberhaupt Toni unterstützen die Söhne das Hobby von Rosi Finauer. Auch die Enkel sind schon im Oldtimerfieber und fahren mit großer Begeisterung gerne mit.

 

Mehr Bilder vom Treffen mit Rosi Finauer und ihrem Ford A sehen Sie in der Galerie unten. Bitte für große Ansichten in die Bilder klicken!

 

Fotografie: © Jochen Bückers – die Bilder sind urheberrechtlich geschützt, Text: Sepp Klement